Lebenslinien - Blühende Säume für die Artenvielfalt

in Kooperation mit den Kommunen

 

Über das Projekt

 

Artenreiche Säume mit ihrem heimischen Blüten- und Nektarangebot haben in unserer Kulturlandschaft eine große Bedeutung als Rückzugsräume für Wiesenpflanzen und Nahrungsquelle für Insekten. Oft werden diese aber zu früh und zu oft gemäht und können daher diese Funktion nicht mehr erfüllen.

 

In den Jahren 2023 und 2024 werden in den Projekt-Kommunen im OBK und RBK Säume und Wegraine an wenig befahrenen Straßen und Wirtschaftswegen kartiert. Gesucht werden dabei besonders artenreiche Säume auf nährstoffarmen und sonnigen Standorten.

 

Im Anschluss wird ein naturschutzfachlich optimiertes Pflegekonzept entwickelt. Die Umsetzung der Pflege erfolgt über die Kommunen oder die Landwirtschaft und wird von den Biologischen Stationen, dem NABU Rhein-Berg-Kreis e.V. und dem Bergischen Naturschutzverein e.V. begleitet.

 

Foto: Tanja Reinhold

Foto: BSRB

Zum Projektauftakt kamen die beteiligten Kommunen, Ehrenamtliche aus Naturschutz und Landwirtschaft und die Biologischen Stationen zusammen. Alle gemeinsam setzen sich für den Erhalt von artenreichen Säumen ein. 

Highlights

Die Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis) lockt mit ihrer späten Blüte im Sommer zahlreiche Insekten an und ist in Wipperfürth noch an einigen Stellen anzutreffen.

Nicht nur bei Hummeln und anderen Wildbienen beliebt: Disteln – hier die Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare)

Quelle: https://www.naturadb.de/pflanzen/cirsium-vulgare/

 

Also: Keine Angst vor Disteln! Auch im Garten gibt es sicher ein Plätzchen, wo sie blühen dürfen!

 

Besonders entzückend ist dieser Schnappschuss:

Eine Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis), vermutlich ein Männchen, in einer Glockenblumen-Blüte. Die Männchen werden häufig beim Schlafen in den Blüten von Glockenblumen angetroffen. Diese Art ist – wie der Name schon verrät – spezialisiert auf Glockenblumen, d.h. die Weibchen sammeln nur dort den Pollen für ihre Brut. Ihre Nester legen sie im Boden an.  

 

Quelle: https://www.wildbienen.info/steckbriefe/melitta_haemorrhoidalis.php

Das Jakobs-Kreuzkraut hat in den vergangenen trockenen Sommern profitiert und bildet häufig Massenbestände an Straßenrändern aus. Da es besonders im Heu für Pferde und Rinder gefährlich werden kann, wird es in Heuwiesen während der Blütezeit gezielt ausgegraben.

In diesem Saum stehen jedoch nur wenige Exemplare und bei genauem Hinsehen kann man die wunderschön gestreiften Raupen des Blutbären entdecken, die sich hauptsächlich von Greiskräutern ernähren und dabei deren Gifte einlagern und so für Fressfeinde ungenießbar werden.

 

Aufruf

 

Kennen Sie artenreiche Säume in Wipperfürth, Hückeswagen oder Burscheid?

Denn melden Sie uns diese Säume mit Foto und Adresse bzw. GPS-Koordinaten an: thomas@bs-bl.de

Hier blühen Mitte Juli auf engstem Raum im schmalen Saum vier wertvolle Wiesenblumen:

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga), Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus) und Wiesen-Labkraut (Galium mollugo agg.) Rundherum ist bereits alles abgemäht.

 

"Lebenslinien – Blühende Säume für die Artenvielfalt" ist ein gemeinsames Projekt der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg

 

Projektkoordination

Manuela Thomas
Tel.: 02293 901511
E-Mail: thomas@bs-bl.de

 

Biologische Station Rhein-Berg

Kammerbroich 67
51503 Rösrath

 

Wir sind aktuell nicht telefonisch erreichbar! Bitte schreiben Sie uns eine Email mit Ihrem Anliegen und wir rufen Sie zurück! Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Stand: 11. April 2024

 

Tel 0 22 05 - 94 98 94 0
Fax 0 22 05 - 94 98 94 99

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Rhein-Berg@BS-BL.de

 

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